DFB-Stützpunkt U12 wird dritte Kraft in Westfalen

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Westfalenmeisterschaften in der Halle um den ARAG-Cup

Am 01.01.2019 startete im Sportcentrum Kaiserau bereits zum 48. Mal der ARAG-Cup, die westfälische Hallenmeisterschaft der U12 DFB-Stützpunkte. Der ARAG-Cup ist die erste Sichtungsmaßnahme in der Talentförderung auf Verbandsebene im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e.V. (FLVW). Es nehmen alle 30 westfälischen Stützpunktmannschaften an dem Sichtungswettbewerb teil. die Herforder spielten dabei in der Hauptrunde vom 4. bis 6. Januar. 

Auch für die 10 Spieler aus dem Jahrgang 2007 des heimischen DFB-Stützpunktes aus dem Kreis Herford begann das neue Jahr sehr spannend und ereignisreich. Schon in den Vorbereitungsturnieren machte man auf sich aufmerksam, insbesondere als man sich den Titel des Ostwestfalenmeisters sicherte. Das Team um Jahrgangstrainer Ronny Greiner war dementsprechend gut vorbereitet. 

Für die Herforder Talente ging es über drei Tage in der Hauptrunde gegen 15 weitere Stützpunktmannschaften aus Westfalen. Die Herforder starteten allerdings denkbar schlecht in das Turnier. Gegen den Stützpunkt Tecklenburg war man überhaupt nicht wach, kam kaum in die Zweikämpfe und kassierte prompt eine 0:4 Klatsche. Im zweiten Spiel stand man sich dann auch noch dem bärenstarken Stützpunkt aus Bochum gegenüber, wo man schon eine klare Leistungssteigerung erkennen konnte, allerdings trotzdem mit 0:3 unterlag. So stand man schon vor dem nächsten Spiel gegen Unna-Hamm gehörig unter Druck, um den Anschluss nicht zu verlieren. Trotz eines 0:1 Rückstandes kämpfte und spielte sich die Mannschaft eindrucksvoll zurück und erzielte das verdiente 1:1 und holte den ersten Punkt.

Gerade die Art und Weise wie die Herforder agierten machten Ronny Greiner zuversichtlich für die nächsten Spiele.

In den Abendspielen stand man sich dann noch den starken Stützpunkten aus Recklinghausen und Hagen gegenüber. Das Team wusste aus den vorherigen Turnieren welche schweren Gegner auf sie zukommen werden. Die Mannschaft zeigte aber jetzt wozu sie im Stande ist und man wusste schon im Spiel gegen Recklinghausen zu überzeugen. Kampf, Leidenschaft, taktische Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit wurde immer deutlicher erkennbar. Durch 2 tolle Tore konnten die ersten 3 Punkte eingefahren werden und man gewann gegen Recklinghausen 2:1. Auch gegen Hagen spielte man trotz eines 1:1 Unentschieden auf hohem Niveau und war spätestens jetzt im Turnier angekommen.     

Was dann am zweiten Tag passierte war an Dramatik kaum noch zu übertreffen. In den letzten beiden Gruppenspielen hießen die Gegner Münster und Gütersloh. Den Stützpunkt Münster hatte man über weite Strecken des Spiels im Griff. Trotzdem mussten die Herforder nach einer 1:0 Führung den Ausgleich hinnehmen. Man spielte aber weiter nach vorne und belohnte sich mit dem 2:1 Sieg kurz vor Spielende. Das Spiel gegen den Stützpunkt Gütersloh ließ dann die Halle richtig beben. Nach einer verdienten 2:0 Führung glich Gütersloh durch zwei Treffer des gegnerischen Torhüters aus. In einer packenden Schlussphase zeigten die Herforder eine tolle Moral und erzielten mit einer Willensleistung mit dem Schlusspfiff das letztlich auch verdiente 3:2, was zur Folge hatte, dass man sich in der Tabelle noch einmal verbesserte. Punkte und Tore wurden in die Zwischenrunde mitgenommen und es musste in 4 weiteren Spielen eine Entscheidung um die Plätze fallen.

Mit dem Stützpunkt Lübbecke bekam man es dann mit einem unangenehmen Gegner zu tun. 1:1 trennte man sich am Ende, wobei das Team gerade vor dem gegnerischen Tor nicht zwingend genug agierte. Das sollte im Spiel gegen den Stützpunkt Dortmund komplett anders werden. Die Herforder gestalteten das Spiel überlegen, hatten viel Ballbesitz und gewannen nach 5:0 Führung am Ende mit 5:2. Das große Ziel Nichtabstieg war erreicht, was zu einer großen Erleichterung führte, spielt man doch im nächsten Jahr mit dem Jahrgang 2008 ebenfalls in der Hauptrunde.

Nun mussten die letzten beiden Spiele gegen die Stützpunkte Bielefeld und Lüdinghausen entscheiden. Die Gruppe konnte nicht spannender sein. Bochum war bereits für das Halbfinale qualifiziert, dahinter hatten gleich 4 Mannschaften, die lediglich 1 Punkt voneinander trennten die Chance, den Bochumern zu folgen. Auch Bielefeld und Lüdinghausen gehörten dazu. Die Herforder hatten es also selbst in der Hand ins Halbfinale einzuziehen. In einem hochinteressanten, vor allem taktisch geprägtem Spiel ging der heimische Stützpunkt 1 Minute vor Spielende in Führung, musste aber 30 Sekunden später den Ausgleich hinnehmen. Auch Recklinghausen war noch im Rennen, die aber in ihrem letzten Spiel mit 1:2 Lübbecke unterlagen. So mussten die beiden letzten Spiele entscheiden. Zunächst trafen die Herforder auf Lüdinghausen, anschließend musste Bielefeld noch gegen Bochum antreten.

Herford zeigte die bis dahin beste Turnierleistung und ließen von der ersten Sekunde an keinerlei Bedenken aufkommen, wer mehr ins Halbfinale wollte. Hochverdient gewann man mit 2:0 und konnte auf den 2. Tabellenplatz klettern. Wenn da nicht noch Bielefeld gewesen wäre, die mit einem Sieg gegen Bochum durch das bessere Torverhältnis gegenüber Herford noch hätten vorbeiziehen können. Die Bochumer konnten aber Schützenhilfe leisten und gewannen mit 2:0. Nun kannte der Jubel keine Grenzen und Herford konnte sich gemeinsam mit den zahlreich mitgereisten Eltern über den Halbfinaleinzug freuen.

Gegner im Halbfinale war der Stützpunkt aus Ahaus/Coesfeld, welcher sich in der anderen Gruppe souverän durchsetzen konnte. Es entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel mit vielen intensiven Zweikämpfen und Chancen auf beiden Seiten. Durch einen abgefälschten Schuss ging Ahaus in Führung. Doch die Herforder glaubten an ihre Chance und ließen sich davon nicht aus der Bahn bringen. Folgerichtig fiel auch der verdiente Ausgleich zum 1:1. Als sich alle schon auf ein Neunmeterschießen einstellten, kam es nach Ballbesitz der Herforder zu einem Foulspiel gegen die Herforder, welches aber nicht geahndet wurde. Der gegnerische Spieler eroberte sich damit zu Unrecht den Ball und erzielte mit einem unhaltbaren Schuss in den Winkel kurz vor Spielende den Siegtreffer für Ahaus/Coesfeld. Der Traum vom Finale war geplatzt und die Enttäuschung danach natürlich groß. Im zweiten Halbfinale gewann Bochum gegen Tecklenburg ebenfalls mit 2:1.

Nun war noch einmal wichtig, sich nach dieser unglücklichen Niederlage noch einmal auf das kleine Finale zu konzentrieren. Mit Tecklenburg wartete der Gegner, gegen den man im ersten Spiel noch mit 0:4 das Nachsehen hatte. Noch einmal zeigten die Schützlinge von Trainer Ronny Greiner großen Willen und die Revanche glückte mit einem verdienten 1:0 Sieg, welches die Bronzemedaille bedeutete.

Westfalenmeister wurde anschließend der Stützpunkt Ahaus/Coesfeld nach einem 2:0 im Finale über den Stützpunkt Bochum. Absteigen mussten die Kreise Münster, Unna-Hamm, Lübbecke und Dortmund.

Nach dem Turnier zog Stützpunkttrainer Ronny Greiner ein letztes Fazit: „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs und das können sie von sich auch sein. Alle sind bis an ihr Limit gegangen und haben Vorgaben eindrucksvoll umgesetzt. Ich kenne das Turnier schon sehr viele Jahre und weiß, welcher Druck auf jedem einzelnen Spieler liegt. Wie das dann die Jungs vor allem nach den ersten beiden Niederlagen weggesteckt haben und immer wieder an sich geglaubt haben war absolut beeindruckend.“

Die Siegerehrung wurde vom Turnier-Sponsor ARAG, FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski, Vizepräsident Jugend Holger Bellinghoff und Harald Ollech, Vorsitzender des Verbands-Jugend-Ausschusses vorgenommen.

 

Für den Kreis Herford spielten: Fabrice Walter, Mika Wagner, Ben Klocke, Fynn Rolf, Clemens Niehaus, Dervis Karakus, Joel Marzano, Fabian Albrecht, Mattes Schramm, Elias Neufeld

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