FLVW-Verbandstag 2010: Neue Ehrenmitglieder

Ehren­mit­glied­schaft für Hir­che, Itter­mann und Stahlmecke

Kamen, 14.06.2010. Ein letz­tes Mal bat der schei­dende Vize-Präsident Fuß­ball des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes West­fa­len (FLVW), Sieg­fried Hir­che, mit lau­ni­gen Wor­ten um Gehör. Die Dele­gier­ten folg­ten, wie fast immer, sei­nem Wunsch, und so über­nahm Prä­si­dent Her­mann Korf­ma­cher die Ver­samm­lungs­lei­tung. Zum Ende des Ver­bands­ta­ges war es dann soweit: Sieg­fried Hir­che, Benno Itter­mann (Vize-Präsident Finan­zen) und Willi Stahl­me­cke wur­den per Akkla­ma­tion der 150 Dele­gier­ten des Ver­bands­ta­ges am Sams­tag in Schwerte zu Ehren­mit­glie­dern des FLVW.

Nach fast zehn Jah­ren als Vize-Präsident des FLVW zieht sich Sieg­fried Hir­che zurück. Ebenso Benno Itter­mann, der zwölf Jahre dem Prä­si­dium des FLVW ange­hörte. Willi Stahl­me­cke ver­ab­schie­det sich nach 45-jährigem Enga­ge­ment im Jugend­be­reich, davon acht Jahre als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Verbands-Jugend-Ausschusses – eben­falls in den Ruhe­stand. Die ver­schie­de­nen Tätig­kei­ten der drei neuen Ehren­mit­glie­der auf­zu­füh­ren, würde „den Rah­men spren­gen“, meinte Lau­da­tor Gun­dolf Walaschew­ski. Alle drei haben sich um den Fuß­ball West­fa­lens ver­dient gemacht.

Von links: Sieg­fried Hir­che, Willi Stahl­me­cke, Prä­si­dent Her­mann Korf­ma­cher und Benno Ittermann.

Sieg­fried Hir­che wirkte im Laufe sei­ner Kar­riere an vie­len grund­sätz­li­chen und bedeu­ten­den Ent­schei­dun­gen in den ver­schie­dens­ten Gre­mien mit und brachte sein fun­dier­tes sport­li­ches Fach­wis­sen ein. „Er ist ein Mensch, der eine Mei­nung hat und diese auch kon­se­quent ver­tritt. Seine Art, gelas­sen und prag­ma­tisch Pro­bleme anzu­ge­hen und zu lösen wer­den wir zukünf­tig mis­sen“, so Walaschewski.

Hir­ches jah­re­lange Tätig­keit auf Vereins- Kreis- und Ver­bands­ebene wurde 1986 mit der Ehren­na­del des Ver­ban­des in Sil­ber, 1991 mit der Ehren­na­del des FLVW in Gold und 1998 mit der DFB-Verdienstnadel gewür­digt. 1997 bekam Hir­che die Sport­pla­kette des Lan­des ver­lie­hen. Im Jahr 2004 erhielt er den Ehren­ring des FLVW. Das Herz von Sieg­fried Hir­che gehört sei­nem Hei­mat­ver­ein TSV Rüthen, des­sen Mit­glied er seit 1956 ist. Seit 1965 war und ist er dort in ver­ant­wort­li­chen Posi­tio­nen tätig.

„Benno Itter­manns Leben sind die Zah­len“, brachte es Walaschew­ski auf den Punkt. Und dass er dabei die schwar­zen Zah­len lie­ber hätte, als die roten, ver­stünde sich bei einem, der das Bank­ge­schäft von der Pike auf gelernt hat, von selbst. 1976 bis 1984 und wie­derum von 1986 bis 1998 der Kas­sen­prü­fungs­kom­mis­sion ange­hörte. Den Sprung vom Kon­trol­leur der Ver­bands­fi­nan­zen zum Haupt­ver­ant­wort­li­chen für die Kasse des Ver­ban­des gelang ihm dann 1998, als er beim Ver­bands­tag zum Schatz­meis­ter des Ver­ban­des gewählt wurde. Aber es gab natür­lich auch schon ein Leben vor den Zah­len. Der 1934 gebo­rene Iser­loh­ner trat 1949 dem ASSV Let­ma­the bei und fünf Jahre spä­ter war er schon Geschäfts­füh­rer sei­nes Hei­mat­ver­eins. Noch heute kann er viele inter­es­sante und bewe­gende Geschich­ten aus der sport­li­chen Glanz­zeit die­ses Ver­eins erzäh­len, des Ver­eins, der ihn 1972 zum 2. Vor­sit­zen­den wählte und erst 1998 wie­der aus die­sem Amt „frei­gab“. Itter­mann wurde auch vom DFB als Mit­glied im Steuer- und Wirt­schafts­aus­schuss in eine sehr ver­ant­wor­tungs­volle Posi­tion. 2007 wurde er mit der DFB-Verdienstspange geehrt. Der FLVW wür­digte seine außer­or­dent­li­chen Ver­dienste durch die Ver­lei­hung der Ver­dienst­na­deln in Sil­ber und Gold sowie mit den Ehren­na­deln in Sil­ber und Gold sowie dem Ehren­ring des FLVW.

Willi Stahl­me­cke war und ist ein enga­gier­ter För­de­rer der Fuß­ball­ju­gend in West­fa­len. In den vie­len Jah­ren – oder bes­ser gesagt Jahr­zehn­ten – ist er dabei immer auf dem Boden der Tat­sa­chen geblie­ben. Seine Boden­stän­dig­keit wird schon dadurch doku­men­tiert, dass er sei­nem Hei­mat­ver­ein TuS Wen­ne­men auch nach über 60 Jah­ren noch die Treue hält.

Sein ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment begann 1965 als Jugend­ob­mann im Hei­mat­ort Wen­ne­men. Zuvor bewies Willi Stahl­me­cke, dass man auch mit weni­ger Kör­per­größe ein gro­ßer Tor­wart sein kann. 1970 über­nahm er die Geschi­cke des Kreis­ju­gend­ob­man­nes des Krei­ses Meschede. Diese Funk­tion sollte er dann auch für die stolze Dauer von 31 Jah­ren inne­ha­ben. Für sein Enga­ge­ment wurde Willi Stahl­me­cke unter ande­rem mit der FLVW-Ehrennadel in Gold, der DFB-Verdienstnadel und 2001 mit dem FLVW-Ehrenring ausgezeichnet.

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